Nur gute Information hilft bei der Eigenheim-Förderung

Seit dem 1. Januar 2006 ist die Eigenheim-Förderung komplizierter geworden. Nach Abschaffung der Eigenheimzulage gibt es viele Möglichkeiten der Förderung, teils unterschiedlich in Kommunen und Bundesländern.

Da in Deutschland die Eigentumsquote bei Wohnimmobilien nach wie vor sehr niedrig ist, der Traum von den eigenen vier Wänden in der Bevölkerung aber ungebrochen stark vorhanden ist, gibt es in der Bundesrepublik Deutschland seit Jahrzehnten eine Eigenheim-Förderung. Auch nach Abschaffung der Eigenheimzulage zum 1. Januar 2006 sind zahlreiche Fördermöglichkeiten erhalten geblieben.

Diese Förderungen beziehen sich auf neue Wohnimmobilien, aber auch auf Bestandsimmobilien, deren Sanierung und Renovierung sowie auf die Tilgung von Immobiliendarlehen. Wer nach den ersten beruflichen Schritten beabsichtigt, eine Immobilie zu erwerben, sollte sehr frühzeitig mit dem Bausparen und dem Riester-Sparen beginnen. Beim Bausparen fügt der Staat in einem bestimmten Rahmen eigengesparten Geld noch eine Förderprämie hinzu. Bei einem Sparvorgang im Rahmen der Riester-Rente funktioniert das nach demselben Prinzip. Ist ein höher Betrag dort angespart, kann dieser in eine Immobilienfinanzierung eingebracht werden. So fügen sich kleine monatliche Bausteine im Laufe von einigen Jahren zu einem ansehnlichen Betrag zusammen, mit dem der Start in das Immobilieneigentum leichter fällt.

Nicht ganz außer Acht lassen sollte man die Eigenheim-Förderung, die nicht vom Staat, sondern aus der Familie kommt. Haben Eltern und Großeltern Barmittel zur Verfügung, kann eine vorzeitige Übertragung auf die Kinder als Vorgriff auf das Erbe sehr sinnvoll sein, zumal solche Übertragungen innerhalb eines Zeitraumes und bis zu einer bestimmten Höhe steuerunschädlich sind.

Die wichtigste Form der Eigenheimförderung ist allerdings die ganz persönliche Vorsorge. Ohne Sparsamkeit, ohne Ausgabendisziplin und ohne einen gewissen Konsumverzicht ist eine Immobilie kaum zu finanzieren. Wer aber die einmal gesetzten Ziele ernst nimmt und sich mit ihnen identifiziert, ist der Eigentumswohnung oder dem eigenen Einfamilienhaus schon einen großen Schritt nähergekommen. Im Übrigen bieten die Bundesländer und viele Kommunen eigene Programme der Eigenheim-Förderung. Hier gilt es, sich umfassend und rechtzeitig zu informieren, um in deren Genuss zu kommen.

21.12.2010
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