Landhausstil Vorlagen aus Katalogen und dem Internet

Der Landhausstil ist sehr schlicht und abgeleitet von der Kleidung und den Wohnaccessoires der früheren Landbevölkerung. Aber auch bei Familien aus Vororten gewinnt der Landhausstil immer mehr Anhänger.

Der Landhausstil ist sehr pragmatisch und zweckmäßig, weil die meist recht arme Landbevölkerung zu früheren Zeiten nicht über große Geldmittel und auch nicht über die Zeit verfügte, sich viel mit der Verzierung und dem Design von Wohnmöbeln bzw. -Häusern zu beschäftigen. Auch heutzutage werden neue Möbel im Landhausstil designt, weil die Schlichtheit dieser Modelle für viele Landfreunde interessant und ansehnlich wirkt. Landhausmöbel sind meistens ausschließlich aus Holz gefertigte Stücke, zumindest, wenn es sich um Originalmodelle aus alten Bauernhöfen handelt. Diese alten Modelle kann man auf diversen Auktionen erwerben oder man kauft sie bei einem Antiquitätenhändler, der die alten Stücke meistens vor dem Verkauf ausreichend restauriert.

Alte Landmöbel sind aber oft schon stark abgenutzt oder das Holz ist teilweise schon durchlöchert mit Holzwurmgängen, daher sind die Stücke meistens nicht mehr brauchbar. Neue Möbel, die im Landhausstil gefertigt werden, bestehen häufig nicht aus schwerem Massivholz, sondern entweder aus Furnierholz oder mit Holzfolien beklebten Spanholzplatten. Diese haben den Vorteil, dass sie in einer trockenen Umgebung nicht modern und auch nur selten von Schädlingen angegriffen werden.

Der Landhausstil umfasst zahlreiche Bereiche und Aspekte des Hausbaus. Das betrifft insbesondere die Hausarchitektur, die Innenarchitektur und teilweise auch technische Gegenstände. Dabei unterscheidet man nach regionalen Unterschieden bei der Interpretation des Landhausstils. Die Häuser in verschiedenen Dörfern wurden aus naheliegenden und günstigen Ressourcen gebaut. So findet man beispielsweise im Norden und an der Küste zahlreiche Häuser mit einem Reetdach, weil dort ­viel robustes Stroh und Schilf zu finden ­ist. In zahlreichen Mittelgebirgen und in der Nähe von Schieferlagerstätten nutzte man dagegen vorwiegend die dünnen Steinplatten zur Dachabdeckung.

Neben den Materialien muss man auch die Form der Häuser und insbesondere die Form des Daches regional unterscheiden. In besonders schneereichen Gegenden baute man die meisten Landhäuser mit sehr spitzen Dächern, damit der Schnee leicht herunterrutschen konnte. In anderen Gegenden, beispielsweise am Meer, wo relativ wenig Schnee fällt, musste man nicht so viel Wert auf die Auslegung der Dachstatik legen. Landhausstil Vorlagen sind demzufolge sehr unterschiedlich, man sollte aber immer die regionalen Gegebenheiten berücksichtigen, um das Haus homogen und traditionell ins Siedlungsbild zu integrieren.

28.01.2011
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