Festverzinsliche Anleihen für jeden Kapitalanleger

Anleger sind immer auf der Suche nach günstigen Anlagemöglichkeiten. Egal, ob eine höhere Summe angelegt werden soll oder in monatlichen Raten gespart wird, festverzinsliche Wertpapiere sind eine Alternative.

Festverzinsliche Wertpapiere, die auch Renten, Schuldverschreibungen, Obligationen oder Anleihen genannt werden, gibt der Staat oder geben einzelne Unternehmen aus. Darüber borgen sich die Herausgeber Geld von Institutionen oder Privatleuten. Diese Wertpapiere werden mit ganz unterschiedlichen Laufzeiten herausgegeben. Der Anleger investiert einen bestimmten Geldbetrag und erhält diesen nach der Laufzeit wieder zurück. Für sein angelegtes Geld erhält er meistens jährlich eine Verzinsung, die zu Beginn der Laufzeit und bei der Herausgabe bekanntgegeben wird. Insofern besteht für den Anleger kein Zinsrisiko. Anders als beispielsweise bei Sparbriefen muss die Anlage nicht bis zum Ende der Laufzeit gehalten werden, sondern kann zwischendurch über die Börse verkauft werden. Dieser Verkauf erfogt dann aber zu dem aktuellen Börsenkurs, der oberhalb oder auch unterhalb der einhundert Prozent liegen kann. Dadurch entstehen entweder Kursgewinne oder Kursverluste für den Anleger. Die festverzinslichen Wertpapiere werden in einem Depot aufbewahrt. Die Geldinstitute erwarten dafür eine Depotgebühr, die entweder pauschal oder je nach Stückzahl erhoben wird. Bei der Bundesschuldenverwaltung ist die Aufbewahrung kostenfrei.

Kursveränderungen entstehen durch die Veränderungen der aktuellen marktgerechten Zinssätze. Sinken die aktuellen Zinssätze, werden die älteren Anleihen mit einem höheren Nominalzinssatz für den Anleger attraktiv, denn sieben Prozent für die Anlage sind zum Beispiel attraktiver als fünf Prozent. Wenn also die Nachfrage nach den schon bestehenden Anleihen größer wird und diese Nachfrage auf ein begrenztes Angebot stößt, steigen die Kurse dieser Wertpapiere. Umgekehrt verhält es sich natürlich bei steigenden Zinsen, denn dann werden die alten Anleihen uninteressanter und es kommt zu Kursverlusten. So gesehen erhält nur der Anleger eine feste Verzinsung, der die Wertpapiere von der Herausgabe bis zum Ende der Laufzeit hält. Der Kauf und der Verkauf sind dann kostenfrei. Kauft der Anleger die Anleihe während der Laufzeit und verkauft sie auch noch vor dem Laufzeitende, hat er mit An- und Verkaufspesen zu rechnen. Seine Rendite errechnet sich dann aus dem Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs sowie der Haltedauer der Anlage.

Festverzinsliche Anleihen werden in Form von öffentlichen Anleihen, Bundesschatzbriefen, Finanzierungsschätzen sowie Pfandbriefen und Obligationen herausgegeben. Bereits ab einem Betrag von fünfzig Euro kann sich der Anleger an dieser Wertpapieranlage beteiligen; die Anlage eignet sich deshalb also auch für eine ratierliche Ansparung. Der Verkauf dieser Sparprodukte erfolgt über die Banken, Sparkassen und Landeszentralbanken. Bundesschatzbriefe gibt es in zwei Versionen. Zum einen läuft diese Anlage über einen Zeitraum von sechs Jahren und die Zinsen werden gesammelt und am Laufzeitende mit dem Kapital ausgezahlt. Zum anderen besteht eine Laufzeit von sieben Jahren und die Zinsbeträge werden jährlich ausgeschüttet. In beiden Fällen besteht eine Zinstreppe, denn die Zinssätze steigen von Jahr zu Jahr für diese festverzinslichen Anleihen.

17.08.2010
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