Mobbing am Arbeitsplatz macht Betroffene krank

Mobbing am Arbeitsplatz ist ein Phänomen, das unter allen Umständen ernst genommen werden sollte. Psychosomatische Beschwerden und Berufsunfähigkeit sind nur zwei mögliche Folgen, die aus Mobbing-Attacken resultieren.

Die körperlichen und psychischen Auswirkungen von Mobbing am Arbeitsplatz sind sehr vielfältig. Vor allem aber bilden sie möglicherweise einen der Hauptgründe dafür, dass die betroffenen Personen frühzeitig aus der Arbeitswelt ausscheiden. Schlaflosigkeit zählt zu den harmloseren Folgen. Doch je länger die Mobbing-Attacken anhalten, desto schlimmer werden die Symptome. Chronische Kopfschmerzen oder Herzbeschwerden sind im Zusammenhang mit Mobbing keine Seltenheit. Auch die Persönlichkeit leidet unter den zumeist verbalen Angriffen der Arbeitskollegen.

Mobbing am Arbeitsplatz ist insbesondere deswegen so gefährlich, weil sich ein Arbeitnehmer etwa acht Stunden am Tag, fünf mal die Woche, an seinem Arbeitsplatz aufhält. Die Arbeitskollegen bilden somit einen festen Bestandteil des sozialen Umfeldes. Haben die Arbeitskollegen erst einmal ein Opfer gefunden, beginnt nicht selten ein Teufelskreis. Der Gemobbte hat Angst vor weiteren Übergriffen, beginnt unter Schlafstörungen zu leiden und kommt dementsprechend übermüdet und verunsichert zur Arbeit. Zusätzlich setzt er sich selbst unter Druck, um keine Fehler bei seiner Arbeit zu machen und um nicht negativ aufzufallen. Die Kollegen jedoch zeigen sich davon unbeeindruckt und finden auch weiterhin vermeintliche Gründe, das Opfer zu demütigen. Diesem Druck, einschließlich der Übermüdungserscheinungen und eventueller psychosomatischer Beschwerden kann niemand lange standhalten, sodass die Konsequenz langfristig Abstriche bei der Qualität der geleisteten Arbeit und Fehltage sind.

Gerade auf Grund dieses Teufelskreises ist es wichtig, den Chef so früh wie möglich ins Vertrauen zu ziehen, zumal er dazu verpflichtet ist, gegen Mobbing am Arbeitsplatz vorzugehen. Nur wenige Menschen schaffen es aus eigener Kraft, ihre Peiniger zum Schweigen zu bringen. Der letzte, aber dennoch in Betracht zu ziehende Ausweg sollte der Arbeitsplatzwechsel sein. Einerseits möchte man seinen Unterdrückern diesen Sieg zwar nicht können, doch andererseits sollte die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden im Vordergrund stehen. Im Falle von Mobbing ist ein neuer Job auch immer eine neue Chance - nette Kollegen zu bekommen.

09.04.2010
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